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  • Marko Vukovic

Mit oder ohne Makler verkaufen?

Aktualisiert: 19. Nov 2019



Diese Frage stellt sich zwangsläufig bei jedem Immobilienverkauf. Wie so oft gibt es auch hier keine pauschale Antwort. Bei der Entscheidung, mit oder ohne Makler zu verkaufen, sollten Sie eine Vielzahl von Kriterien berücksichtigen, die in erster Linie mit Ihnen und Ihrer Immobilie zusammenhängen.


Folgende Gründe können dafürsprechen, die eigene Immobilie privat, also ohne einen Makler zu veräußern:


  • Sie kennen sich gut im Immobilienbereich aus, also bei Themen wie Immobilienbewertung, Unterlagenbeschaffung, Aufbau des Grundbuches, Vermarktung, Käuferbewertung, Haftungsrisiken für den Verkäufer, Kaufvertragswesen, Notartermin und vieles mehr.

  • Sie haben viel Zeit und auch das Interesse, sich selbst um den Verkauf zu kümmern.

  • Ihr Objekt ist „einfach“. Soll heißen: Die Lage ist gut oder zumindest in Ordnung, es besteht weder ein Sanierungsstau noch sind Mängel oder sonstige Probleme bekannt. Es kommen also viele potenzielle Käufer in Frage.

  • Sie können den Wert Ihrer Immobilie realistisch einschätzen.

  • Sie sind kommunikationsfreudig, verhandlungssicher und können mit Menschen umgehen.


Dies bedeutet im Umkehrschluss:


Haben Sie wenig Ahnung vom Immobilienbereich, wollen nicht sehr viel Zeit investieren, beabsichtigen, ein „schwieriges“ Objekt zu veräußern, können den Wert nicht wirklich einschätzen oder sind eher kontakt- und verhandlungsscheu, dann sollten Sie ernsthaft über die Beauftragung eines Maklers oder eines anderen Experten nachdenken.

Abgesehen von den bereits erwähnten Kriterien, die bei der Beantwortung „mit oder ohne Makler verkaufen?“ von Bedeutung sind, haben sich unter Immobilieneigentümern einige Standpunkte herauskristallisiert, die man als Verkäufer dringend überdenken sollte, bevor man aus den falschen Gründen auf einen Makler verzichtet:

„Das kann ich doch selbst!“

Während kaum jemand behaupten würde, er könne die Arbeit eines Physikers, IT-Spezialisten oder Arztes ohne umfangreiches Studium und Ausbildung ausüben, sieht dies im Immobilienbereich oftmals ganz anders aus.

Schließlich „wohnt“ so gut wieder jeder. Man wohnte zur Miete, heute vielleicht im Eigenheim, man hat vieles von Bekannten gehört, einige Exposés mit vergleichbaren Immobilien bei Immoscout24 gesichtet und man kennt die eigene Immobilie nun mal am besten.


Leider verleitet dies einige Verkäufer zu der Fehleinschätzung, man könne das Wissen von Makler, Anwalt, Steuerberater, Gutachter und Finanzierungsberater in der eigenen Person vereinen.


Darum die dringende Empfehlung: Vermeiden Sie schwerwiegende und vor allem langfristige Fehler, unterschätzen Sie nicht die Komplexität eines Immobilienverkaufes und nehmen Sie, falls nötig, kompetente Hilfe in Anspruch.


„Ein Makler verdient viel, leistet aber wenig“

Wie in fast jedem Berufsfeld gibt es auch unter Maklern einige unseriöse und nicht ausreichend ausgebildete Marktteilnehmer. Bei dieser Berufsgruppe kommt erschwerend hinzu, dass die Eintrittsbarrieren relativ niedrig sind. Noch immer wird keine Ausbildung verlangt, um als Makler tätig zu werden. Eine Gewerbeerlaubnis nach § 34c GewO ist weiterhin ausreichend. Immerhin besteht seit dem 01.08.2018 eine Weiterbildungspflicht gemäß § 15b MaBV.


Was viele nicht wissen: Die Mehrzahl aller Makler bildet sich aus Eigenantrieb ständig weiter, da man den Kunden und dem Markt gerecht werden will und konkurrenzfähig bleiben möchte.


Eine Existenz als Makler aufzubauen ist alles andere als einfach und die meisten scheitern innerhalb der ersten Jahre. Oftmals hört man Aussagen wie „der schließt ja nur die Tür auf“. Man übersieht die viele Vor- und Nacharbeit sowie die Masse an Besichtigungen, von denen die Mehrzahl nun mal nicht zum Verkauf führt.


Wer bei der Maklersuche sorgfältig vorgeht, also bspw. auf ausreichende Qualifikationen und einen seriösen Auftritt achtet, wird bei der Kontaktaufnahme feststellen, dass die meisten Makler gewissenhaft sind und wertvolle Arbeit leisten.


Darum sollte die Entscheidung, ohne Makler zu verkaufen, hoffentlich nicht einer falschen und negativ behafteten Vorstellung vom Maklerberuf entspringen.


"Ich kenne den Wert selbst oder frage einen Gutachter oder meine Bank"

Ein erfahrener und qualifizierter Makler aus Ihrer Region wird Ihnen mit Sicherheit die genaueste Werteinschätzung liefern. Warum? Im Gegensatz zu Ihnen verfügt er über die fachliche Qualifikation und ist frei von Emotionen, also objektiv. Im Gegensatz zu Ihrer Bank oder einem Gutachter ist ein Makler näher am Markt und weiß am besten, welche Objekte, von welcher Käuferschicht, in welcher Lage und vor allem zu welchem Preis nachgefragt werden.



"Die Kosten für einen Makler sind zu hoch"

Vielleicht haben Sie bemerkt, dass die Kosten, die ein Makler für Sie und den Käufer verursachen, noch an keiner Stelle erwähnt wurden. Dies lässt sich einfach begründen:

Die Kosten für eine Maklerbeauftragung sollten niemals isoliert betrachtet werden, sondern immer im Zusammenhang mit dem Wert und Nutzen, den Sie erhalten. Ob dieses Verhältnis für Sie stimmt, können auch nur Sie alleine beurteilen.

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